Städtebau+Studie / Rösselmühle in Graz

 

studie rösselmühle für die ludwig polsterer ges.m.b.h.

a- 8020 graz, oeverseegasse 1

2014


die rösselmühle für sich ist bereits ein alleinstellungsmerkmal. sie hat je nach nutzung das potential für ein stadtteilzentrum, wenn sich das raumprogramm an der äußerst heterogenen umgebung orientiert und diese einerseits widerspiegelt und andererseits erweitert. (das areal der postgarage ist in diese überlegung im ersten schritt passiv einbezogen, könnte aber im zweiten schritt als ideale ergänzung eingebunden werden.)


die neue architektur (-ergänzungen) können ganz schlicht und zurückhaltend (günstig) sein, denn so entsteht ein kontrast zum bestand, was diesen entsprechend in szene setzt. ein authentischer umgang mit dem bestand (reinigen und reparieren) gepaart mit einer reduzierten neuen architektur ist bereits spektakulär.


im einzelnen besteht also die strategie einerseits im überhöhen und andererseits im kontrastieren (und dadurch wieder überhöhen) vorgefundener merkmale: so wird z.b. dem alten punktuell völlig neues zur seite gestellt, zu den vertikalen elementen kommen horizontale (niedrig versus hoch), die lineare fließrichtung wird orthogonal gequert, private bereiche werden mit öffentlich zugänglichen ergänzt usw.. die völlig neuen inhalte nach 750 jahren der mehlproduktion an diesem urbanen knotenpunkt rechtfertigen zudem diese strategie der gegensätze.


heterogene nutzungen und raumaufteilungen sind antworten auf die vorgefundene diversität im gries aber auch auf die unterschiedlichsten bestehenden strukturen in der rösselmühle. gleichzeitig erhöhen sie die chance auf ein lebendiges stadtteilzentrum, das ähnlich autark wie das wasserkraftwerk als motor für sich selbst und die umgebung wirken kann.